Wir lieben Kaffee.

Zucker im Kaffee - Lieber verzichten oder unbeschwert genießen?

Zucker im Kaffee ist nicht nur ein bekannter Hit von Erik Silvester, sondern für viele ein alltägliches Ritual. Aber ist süßer Kaffee nicht ungesund?

Auf unserem Blog haben wir bereits eine Liebeserklärung an den schwarzen Kaffee verfasst. Wir schrieben über die gesundheitlichen Vorteile und die besonderen Geschmacksnuancen von schwarzen Kaffee und räumten mit alten Vorurteilen auf. Es ist ganz klar: Wir lieben einfach den Kaffee in seiner ursprünglichen Form, rein, unverändert, einfach schwarz. Doch wir wissen natürlich, dass es nach wie vor eine große Anzahl an Menschen gibt, die ihren Kaffee gerne mit der Zugabe von Milch und Zucker trinken. Doch insbesondere Zucker ist aufgrund des Trends zur bewussten Ernährung in Verruf geraten und so manch ein Zucker-im-Kaffee-Liebhaber überlegt nun zweimal, ob er den geliebten Süßstoff seinem Kaffee hinzufügt oder nicht. Wir erklären euch, was Zucker eigentlich genau ist, warum er so gerne dem Kaffee hinzugefügt wird, ob nun Zucker im Kaffee wirklich ungesund ist und welche Alternativen es zum weißen Kristallzucker gibt.

Inhaltsverzeichnis

1) Was ist Zucker genau?

Wer das Wort Zucker hört, denkt meistens an den weißen Kristallzucker, der in jedem Café zur Tasse Kaffee dazu gereicht wird. Dieser gebräuchliche Haushaltszucker wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen. Chemisch gesehen, ist er ein so genannter Zweifachzucker (Disaccharid), der sich wiederum aus den Einfachzuckern (Monosacchariden) Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) zusammensetzt. Neben dem bekannten weißen Zucker gibt es noch viele weitere Zuckerarten wie Honig oder Sirup, die sich nur durch das Mengenverhältnis der enthaltenen Einfachzuckern unterscheiden. Zucker ist ein Kohlenhydrat und gehört damit zu den für den Körper wichtigen Energieträgern. Genau genommen bestehen sogar alle Kohlenhydrate letztendlich aus Zucker-Arten. Bei Zucker handelt es sich also nicht nur um ein Genussmittel und Geschmacksträger, sondern zugleich um ein Nahrungsmittel.

Handvoll Zucker

2) Warum wird Kaffee gerne mit Zucker gesüßt?

Die Liebe zum süßen Kaffee hat zweierlei Gründe: einen evolutionären und einen historischen.

Evolutionär betrachtet, ist der süße Geschmack für unsere urzeitlichen Vorfahren überlebenswichtig gewesen. Er half ihnen einzuschätzen, ob Nahrung genießbar war oder nicht und ob es sich um kohlenhydrathaltiges und somit kalorienreiches Essen handelte. Beides war in der Steinzeit bei dem knappen Essensangebot für das Überleben entscheidend. Ein bitterer Geschmack hingegen deutete daraufhin, dass die Pflanze giftig war. Schmeckte etwas sauer, konnte es als unreif oder verdorben eingeschätzt werden. Hinzukommt, dass wir die Vorliebe für Süßes mit der süßlich schmeckenden Muttermilch von Geburt an aufsaugen.

Der historische Grund liegt in der Kaffeegeschichte. Während der Kaffee sich in Deutschland etablierte, wies er oft einen bitteren Geschmack auf. Grund hierfür war eine schlechte Qualität der Bohne und die Art der Kaffee-Röstung. Selbst die kaffeeähnlichen Getränke wie Muckefuck, Malzkaffee, Stragelkaffee oder Zichorie, die während der Weltkriege und der Nachkriegszeit serviert wurden, schmecken in ihrer reinen Form bitter. Aus diesem Grund verankerte sich in unseren Köpfen, dass Kaffee grundsätzlich bitter schmeckt und mit der Zugabe von Zucker genießbar gemacht werden muss. Beim einfachen Kaffee im Supermarkt, der durch industrielle Röstung hergestellt wird, ist das auch heute noch der Fall. Doch mittlerweile gibt es viele individuelle Röstereien so wie unsere, die auf die Qualität der Kaffeebohnen achten und sie schonend rösten. Außerdem ist auch die Vielfalt der Kaffeezubereitung in den letzten Jahren deutlich gestiegen, die ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf den Kaffeegeschmack hat. Ein Arabica Kaffee, der gekonnt geröstet und zubereitet wurde, kann in seiner schwarzen Form bereits süß schmecken und bedarf keine weiteren Zugaben.

3) Ist Zucker im Kaffee ungesund?

Die Antwort hierauf lautet ja und nein.

Ja, weil wir in einer Überflussgesellschaft leben und täglich viel zu viel Zucker zu uns nehmen. Früher galt Zucker als Luxusgut, das sich nur wenige leisten konnten. Doch heutzutage ist er überall zu finden, sogar in Lebensmitteln, in denen wir es nicht erwarten, wie zum Beispiel in Wurst oder in konservierten Gemüse. Das führt dazu, dass seit etwa 30 Jahren der jährliche Pro-Kopf-Absatz an Zucker in Deutschland 35 Kilogramm beträgt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. rät jedoch, nicht mehr als 50 g Zucker pro Tag über die Nahrung aufzunehmen. Das wären auf 365 Tage im Jahr gesehen 18,25 Kilogramm Zucker, die wir im Jahr zu uns nehmen dürften. Nun können wir als bewusster Konsument auftreten und alle Lebensmittel auf ihren Zuckergehalt hin überprüfen, bevor sie in unserem Einkaufswagen landen. Doch der einfachste Weg, unsere Zuckeraufnahme zu reduzieren, ist natürlich der, den Zucker wegzulassen, den wir selbst irgendwo hinzuführen, wie etwa beim Trinken von Kaffee.

Nein, weil Zucker an sich nicht schädlich ist. Es kommt auf die Menge drauf an, die wir zu uns nehmen. Außerdem fanden dänische Wissenschaftler bei einer Langzeit-Studie mit 5000 Männern heraus, dass die Teilnehmer, die ihren Kaffee regelmäßig mit Zucker tranken, weniger Übergewicht aufwiesen. Angeblich sank das Risiko für Übergewicht bis zu 40 Prozent, wenn fünf bis sechs Tassen gesüßter Kaffee getrunken wurden. Die Forscher erklärten sich das erstaunliche Ergebnis damit, dass wohl die Kombination von Koffein und Zucker den Appetit reduzieren und den Stoffwechsel anregen würde.

Zucker alternativen zu weissen Zucker

4) Welche Alternativen gibt es zum weißen Kristallzucker?

Wir bieten in unseren Online-Shop vier Zuckersorten an, die sich vom handelsüblichen, weißen Kristallzucker unterscheiden.

Billington's Zucker Molasses ist ein "schwarzer" Zucker mit vollstem Aroma. Er enthält den höchsten Anteil an natürlicher Melasse, was ihm sehr viel Geschmack verleiht und ihn hervorragend zum Süßen von Kaffee und Tee macht.

Billington's Zucker Light Muscovado ist ein hellbrauner, weicher Zucker mit einer warmen Honigfarbe und einem herrlichem Toffeegeschmack. Er gibt jeder Tasse Kaffee und Tee eine einmalige Dimension.

Billington's Zucker Dark Muskovado ist ein dunkelbrauner, weicher Zucker mit einer leicht klebrigen Textur, einem Karamell- bis Malzgeschmack und reichem Aroma. Er verleiht Kaffee und Tee einen vollen Geschmack.

Kokosblütenzucker ist eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Süßungsmitteln: Besonders reich an Mineralstoffen soll sich Kokosblütenzucker positiv auf Diabetes durch seinen niedrigen glykämischen Index auswirken. Außerdem ist er einfach nur lecker. Der Zucker schmeckt angenehm karamellartig und passt perfekt zu heißen Getränken.

5) Fazit: Trainiere deine Sensibilität für Süßes!

Zucker im Kaffee ist zwar weder gesund noch ungesund, doch für einen leidenschaftlichen Kaffeeröster wie mich immer wieder ein kleiner Stich ins Herz. Zucker vermag Fehler im Geschmack ausbessern - für viele schlecht zubereite Kaffees ist er dadurch unverzichtbar. Doch als Kaffeeröster möchte ich runde und ausbalancierte Kaffees verkaufen. Meine Kaffees stehen für sich. Jede Sorte verfügt über einen eigenen Grad an Süße, die im richtigen Verhältnis zur feinen Säure und Bitterkeit der Kaffeebohne gesetzt ist. Nur wer den Kaffee schwarz trinkt, schmeckt die einzelnen Nuancen heraus. Für Menschen, die sehr gerne zuckersüße Sachen zu sich nehmen, wird es schwer sein, die natürliche Süße eines Kaffees wahrzunehmen. Deshalb mein Rat an dich: Trainiere deine Sensibilität für Süßes. Reduziere Stück für Stück den Zucker in deinem Alltag und du wirst überrascht sein, welche Lebensmittel auf einmal süß schmecken, obwohl es vorher nicht der Fall war. Eine Sensibilität für Süßes wird nicht nur deinem Kaffeegenuss sondern auch deinem Körper gut tun.

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