Inhaltsverzeichnis:
- Warum waldwasser die Seele deines Kaffees ist
- Die Philosophie des Elements: Mehr als nur H2O
- Die Erlebniswelt Flanitz: Ein Tempel für die Ressource Leben
- Die Alchemie des Kaffees: Warum waldwasser der „Heilige Gral“ ist
- Nationalpark-Partner - Schutzraum für die Trinkwassertalsperre Frauenau
- Warum die Kaffeerösterei Kirmse Röstungen davon profitieren - egal, wo du sie genießt
- Waldwasser zum Anfassen: Wo du die Qualität direkt erleben kannst
- Ein Impuls für unsere Glasstadt Zwiesel?
- Die Waldwasser Trinkbrunnen - Kunst, die Durst löscht
- Barista-Tipps vom Chef: So holst du das Beste aus deinem Wasser
- waldwasser: Ein Hoch auf die Heimat in jeder Tasse
- Besuch der Trinkwassertalsperre Frauenau und die Erlebniswelt Flanitz<
waldwasser & Kaffee: Genuss von der Trinkwassertalsperre Frauenau
Wenn wir bei uns in der Kaffeerösterei Kirmse über das perfekte Aroma philosophieren, dann sprechen wir meistens über die Herkunft der Bohnen, den Röstgrad und die Präzision der Mahlung. Dabei vergessen wir oft den wichtigsten Akteur, der rund 98 % des Filterkaffees ausmacht: das Wasser. Aber nicht irgendein Wasser. Für uns hier im Bayerischen Wald gibt es dafür nur einen Namen, der für Reinheit und Qualität steht: waldwasser.
Zusammen mit einem Teil meines Teams habe ich mich auf eine Reise begeben, die uns nicht in die fernen Hochlagen Äthiopiens oder zu den Plantagen Kolumbiens führte. Das Ziel lag viel näher, direkt vor unserer Haustür im Herzen des Bayerischen Waldes. Als Nationalpark-Partner und leidenschaftliche Genusshandwerker wollten wir dem Ursprung unserer Qualität auf den Grund gehen.
Unser Ziel: Die Erlebniswelt Flanitz und die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Max Binder. Hier, wo das geschützte waldwasser veredelt wird, liegt das wahre Geheimnis hinter jeder Tasse Kirmse-Kaffee - egal, ob du ihn direkt bei uns in Zwiesel genießt oder ob wir dir unsere Röstungen nach Hause schicken.
Warum waldwasser die Seele deines Kaffees ist
Als Kaffeeröster verbringe ich den Großteil meines Tages damit, die perfekte Bohne zu finden, Röstprofile zu verfeineren und das Maximum an Aroma aus jeder Kirsche herauszukitzeln. Doch wir alle wissen: Wenn dieses Element Wasser nicht perfekt ist, nützt auch die exzellenteste Röstung nichts. Deshalb war es mir eine Herzensangelegenheit, dorthin zu gehen, wo die Reinheit unseres wichtigsten Rohstoffs ihren Ursprung hat. In der Flanitz wird nicht einfach nur Wasser verteilt; hier wird waldwasser als Lebenselixier begriffen.
Wir wollten nicht nur die Technik verstehen, die hinter der Anlage Max Binder steckt. Wir wollten spüren, was dieses waldwasser so besonders macht, das wir jeden Tag in der Rösterei verwenden, um unsere Kaffees zu prüfen und zu brühen. Es war eine Reise zum „Gold des Waldes“, die uns einmal mehr gezeigt hat, dass wahrer Genuss immer eine Symbiose aus unberührter Natur und ehrlichem Handwerk ist.

Begleite uns in diesem Beitrag auf unserem Weg durch Tunnel, vorbei an gläsernen Filteranlagen und hinein in die tiefe Philosophie des Wassers - und erfahre, warum dein Kaffee zu Hause eigentlich ein Stück flüssiges waldwasser und damit purer Bayerischer Wald ist.
Die Philosophie des Elements: Mehr als nur H2O
Bevor wir über technische Härtegrade, Filtertechniken und Extraktionsraten sprechen, müssen wir kurz innehalten und das Element Wasser würdigen. In unserer modernen Welt nehmen wir es oft als selbstverständlich hin: Du drehst den Hahn auf, und es fließt. Doch für mich als Kaffeeröster ist waldwasser weit mehr als eine bloße Zutat. Es ist ein Informationsträger, ein Medium und das flüssige Gedächtnis unserer Heimat.
Wasser ist das einzige Element, das die Seele der Kaffeebohne befreien kann. Stell dir die Bohne wie einen Tresor vor, in dem hunderte von Aromen - von dunkler Schokolade über spritzige Zitrusnoten bis hin zu floralem Jasmin - eingeschlossen sind. Das Wasser ist der Schlüssel. Ist dein Wasser jedoch „unrein“, schwerfällig durch zu viele Mineralien oder chemisch aufbereitet, passt der Schlüssel einfach nicht in das Schloss. Die Aromen bleiben gefangen oder werden durch bittere, metallische Beigeschmäcker überlagert.
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Vielleicht wohnst du in einer Region in Deutschland, in der das Wasser sehr kalkhaltig ist. Dann weißt du, wie schwierig es ist, diesen feinen, klaren Geschmack zu treffen, den du bei uns im Laden erlebst. Der Besuch in der Flanitz war für uns deshalb fast eine Art Wallfahrt. Wer das Handwerk des Röstens zur Perfektion führen will, muss das Element verstehen, das das Röstergebnis vollendet.
Die Erlebniswelt Flanitz: Ein Tempel für die Ressource Leben
Wer die Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Max Binder in Frauenau betritt, erwartet vielleicht eine graue, rein funktionale Industrieanlage. Doch was wir als Team der Kaffeerösterei Kirmse dort vorfanden, war eine Inszenierung, die den Wert des Wassers auf ein völlig neues Level hebt. Die „Erlebniswelt Flanitz“ macht das Unsichtbare sichtbar. Es ist kein Zufall, dass dieser Ort den Namen eines echten Pioniers trägt.
Wer war Max Binder? Ein Visionär aus eigener Erfahrung
Die Anlage ist nach dem „Vater der Wasserversorgung“ im Bayerischen Wald benannt. Wer in der Region aufgewachsen ist, kennt den Namen, doch erst vor Ort, zwischen den gewaltigen Filtern, wird die Tragweite seines Wirkens klar. Max Binders Antrieb war dabei kein rein theoretischer – er war zutiefst persönlich.
Geprägt durch seine Kindheit, in der er selbst das Wasser mühsam aus einem 50 Meter entfernten Brunnen zum Haus schleppen musste, wusste er aus eigenem Erleben, dass fließendes Wasser in höchster Reinheit kein selbstverständlicher Luxus ist. Er kannte den Wert des Elements nicht aus Lehrbüchern, sondern von der Last der schweren Eimer an seinen eigenen Händen. Dieses tiefe Verständnis für den Mangel wurde zu seinem inneren Kompass.
Das Jahrhundertprojekt Trinkwassertalsperre Frauenau gegen den harten Granit
In den 1950er Jahren stand unsere Region trotz ihres Waldreichtums vor einem massiven Problem: Der harte Granit- und Gneisboden speichert kaum Grundwasser. Die Bäche flossen nach Regenfällen schnell ab, und in trockenen Sommern wurde das Trinkwasser zur Mangelware.
Hier bewies Max Binder seinen Pioniergeist. Er dachte nicht an kurzfristige Erfolge, sondern an die Generationen, die nach ihm kommen würden. Er trieb gegen alle Widerstände den Bau der Trinkwassertalsperre Frauenau voran. Er verstand, dass wir die Urkraft unserer Heimat bündeln müssen, um die Lebensgrundlage für ganz Niederbayern und die Oberpfalz zu sichern. Nach Jahren der Planung und harten Arbeit wurde diese Vision schließlich Wirklichkeit: 1983 baute der Freistaat Bayern die Trinkwassertalsperre Frauenau fertig.
Ein Werk, das bis heute nachwirkt
Heute ist die Talsperre mit ihrem Fassungsvermögen von 21,7 Millionen m³ die strategische Reserve und Lebensader unserer Heimat. In der Erlebniswelt Flanitz wird dieses Erbe multimedial inszeniert. Man wandert durch Tunnel, die in mystisches blau-grünes Licht getaucht sind, und sieht die gewaltigen Pumpen, die das Wasser in ein 900 Kilometer langes Netz drücken.
- 900 km Leitungsnetz
- 50 Hochbehälter
- 7 Landkreise
- 200.00 Haushalte
- 500.000 Menschen

Ich war als Kaffeeröster sichtlich beeindruckt von dieser Weitsicht. Max Binder hat Nachhaltigkeit gelebt, lange bevor das Wort zum Modebegriff wurde. Es ist genau diese Form von Verantwortung, die wir heute in der Rösterei weiterführen möchten: Das Beste aus der Natur mit Respekt und Handwerkskunst veredeln. Wenn du heute bei uns einen Kaffee genießt, dann fließt darin auch ein Stück von Max Binders Vision aus dem Jahr 1983.
Die Alchemie des Kaffees: Warum waldwasser der „Heilige Gral“ ist
In der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) Max Binder passiert die eigentliche Verwandlung: Das Rohwasser aus der Trinkwassertalsperre Frauenau wird in einem hochkomplexen, aber rein physikalischen Verfahren gereinigt. Keine Chemie-Keule, sondern Natur pur, unterstützt durch modernste Ingenieurskunst.
Aber warum ist das Wasser aus der Trinkwassertalsperre Frauenau eigentlich der „Heilige Gral“ für uns Kaffeeröster? Es ist diese Kombination aus natürlicher Reinheit und präziser Veredelung. Kommen wir zum Kern der Sache, der jeden Kaffeeliebhaber brennend interessiert: Die Chemie. Warum schmeckt der Kaffee mit waldwasser so viel besser als in München, Berlin oder Köln?
Die Wasserhärte wird in Deutschland in „Grad deutscher Härte“ (°dH) gemessen. Während viele Ballungszentren mit extrem hartem Wasser (oft über 18 °dH) zu kämpfen haben, das Wasserkocher in Rekordzeit verkalken lässt, ist das waldwasser aus der Trinkwassertalsperre Frauenau ein Geschenk der Natur. Es ist von Natur aus mit ca. 5,2 °dH extrem weich.
Warum 7 °dH?
Warum muss man ein bereits weiches Wasser überhaupt „aufhärten“. In der Welt des Specialty Coffee gilt dieser Bereich um die 7 °dH als die absolute „Goldilocks-Zone“. Es ist das Ergebnis eines hochpräzisen Veredelungsprozesses, der das Wasser perfekt auf seine Rolle als Geschmacksträger vorbereitet.
- Die Entfaltung der Fruchtsäuren: In einem hochwertigen Kaffee stecken hunderte feine Fruchtsäuren. Hartes Wasser enthält zu viel Kalziumkarbonat (Kalk), das wie ein chemischer Puffer wirkt und diese Säuren einfach „auffrisst“. Das Ergebnis? Dein Kaffee schmeckt stumpf. Mit der gezielten Einstellung auf 7 °dH lässt das waldwasser diese Nuancen tanzen, ohne dass sie im Kalk untergehen.
- Die Balance der Extraktion: Wasser ist ein Lösungsmittel. Wäre das Wasser völlig ungehärtet, würde es den Kaffee „überbeziehen“ - er würde unangenehm sauer. Durch die Anhebung auf 7 °dH bekommt das Wasser genau die richtige Menge an Mineralien, um die wertvollen Aromen optimal aus dem Mahlgut zu lösen, ohne die Bitterstoffe zu forcieren.
- Die Optik und das Mundgefühl: Diese punktgenaue Mineralisierung sorgt für ein seidiges, fast schon cremiges Gefühl auf der Zunge. Der Kaffee wirkt eleganter und die Textur runder.

Der pH-Wert und die Mineralisation: Für mich als Röster ist diese Konstanz ein Segen. Wenn ich weiß, dass das waldwasser verlässlich mit diesem Wert aus der Leitung fließt, kann ich meine Röstprofile exakt darauf abstimmen. Das weiche Wasser der Trinkwassertalsperre Frauenau und die Liebe zum Detail in der TWA Max Binder, ermöglicht uns, dir ein Produkt zu liefern, das sein volles Potenzial entfaltet - egal, ob du es bei uns im Bayerischen Wald genießt oder dir die Bohnen nach Hamburg oder Berlin schicken lässt.
Nationalpark-Partner - Schutzraum für die Trinkwassertalsperre Frauenau
Als Nationalpark-Partner ist es mir wichtig zu betonen: Die Qualität des Wassers beginnt lange bevor es die Trinkwassertalsperre Frauenau erreicht. Das Einzugsgebiet ist ein streng geschützter Raum. Da es dort keine Landwirtschaft, keine Industrie und keine Besiedlung gibt, bleibt das Wasser so naturrein, wie es die Wolken über dem Bayerischen Wald abgeben.
Der Wald fungiert als natürlicher Schutzschild für die Trinkwassertalsperre Frauenau. Jeder Tropfen, der schließlich in den 900 Kilometer langen Weg durch das Trinkwassernetz startet, trägt die Reinheit des Nationalparks in sich. Wenn du also eine Tasse Kirmse-Kaffee genießt, trinkst du eigentlich ein Stück flüssigen Schutzraum - direkt gewonnen aus der Trinkwassertalsperre Frauenau.
Das „Grüne Dach“ als natürlicher Schutzschild
Anders als beim Grundwasser, das oft hunderte Meter tief durch Gesteinsschichten sickert, ist unser waldwasser aus der Talsperre Frauenau ein Kind der Oberfläche. Das Einzugsgebiet ist ein riesiges, geschütztes Areal, das bis weit in die Hochlagen des Bayerischen Waldes und hinüber in den Böhmischen Wald reicht.
Hier zeigt sich die wahre Stärke unserer Heimat: Da der Boden aus massivem Granit und Gneis besteht, ist er fast vollkommen undurchlässig. Das Regenwasser versickert nicht im Untergrund, sondern wird von den Moosen, Farnen und dem dichten Humus des Urwaldes aufgefangen. Diese natürliche Schicht wirkt wie ein gigantischer, biologischer Schwamm. Sie reinigt das Wasser vor, während es langsam in die Bäche wie die Flanitz fließt, die schließlich die Talsperre speisen.
Reinheit durch Abwesenheit
Das Besondere an der Qualität des waldwassers ist das, was nicht darin ist. Im gesamten Einzugsgebiet gibt es:
- Keine Landwirtschaft: Keine Düngemittel, keine Pestizide, kein Nitrat.
- Keine Besiedlung: Keine Abwässer oder industriellen Einflüsse.
- Keinen Verkehr: Keine Belastung durch Abrieb oder Schadstoffe.

Das Wasser, das wir in der Kaffeerösterei in Zwiesel verwenden, ist also so nah an der ursprünglichen Reinheit der Natur, wie es nur geht. Dass der Boden das Wasser kaum mineralisiert (weil Granit eben kaum etwas „abgibt“), schenkt uns diese legendäre Weichheit, von der ich vorhin erzählt habe.
Warum die Kaffeerösterei Kirmse Röstungen davon profitieren - egal, wo du sie genießt
Aber - was hast du von unserer Wasserqualität im Bayerischen Wald, wenn du deinen Kaffee ganz woanders in Deutschland aufbrühst. Die Antwort ist simpel: In meiner Rösterei in Zwiesel ist das waldwasser mein Referenzwert.
Jede neue Kaffeesorte, die wir ins Sortiment aufnehmen, durchläuft ein sogenanntes „Cupping“ - eine professionelle Verkostung. Da dieses Wasser so extrem rein und weich ist, fungiert es für mich wie eine saubere Leinwand. Es verfälscht nichts. Ich sehe sofort das volle, ehrliche Potenzial der Bohne, ohne dass Kalk oder Chlor die Aromen maskieren.
Meine Röstprofile entwickle ich also auf Basis dieser Klarheit. Wenn du meine Bohnen zu Hause mahlst, hältst du ein Produkt in den Händen, das unter den bestmöglichen Bedingungen „feingetuned“ wurde. Du bekommst den unverfälschten Charakter, den wir hier in Zwiesel mit Hilfe des waldwassers herausgearbeitet haben.
Ein Versprechen an die Qualität
Als Nationalpark-Partner gehört es für mich einfach dazu, die Grundlagen meiner Arbeit genau zu kennen. Es geht nicht um große Slogans, sondern um das Handwerk. Wenn ich weiß, dass mein Rohstoff Wasser aus einem Einzugsgebiet stammt, das frei von Landwirtschaft und Industrie ist, gibt mir das die Sicherheit, die ich für meine Qualitätsansprüche brauche.

Es ist diese Zusammenarbeit im Hintergrund - zwischen der Natur, dem Wasserwerk und unserem Handwerk, das am Ende für ein ehrliches Produkt in deiner Tasse sorgt. Genuss hat eben immer auch etwas mit Wertschätzung für die Basis zu tun.
Waldwasser zum Anfassen: Wo du die Qualität direkt erleben kannst
Wo begegnet uns dieses besondere Wasser eigentlich im Alltag? Ist es nur den Haushalten vorbehalten, die direkt am Leitungsnetz hängen? Keineswegs! Das Projekt waldwasser ist im Bayerischen Wald und weit darüber hinaus allgegenwärtig.
In den Schulen: Ein Bewusstsein für das Beste
Es ist beeindruckend, wie viele Bildungseinrichtungen im gesamten Einzugsgebiet bereits auf den waldwasser-Zug aufgesprungen sind. Damit unsere Kinder von klein auf lernen, dass das beste und gesündeste Getränk der Welt nicht aus der Plastikflasche, sondern direkt aus der Leitung kommt. Hier bei uns in Zwiesel sind natürlich das Gymnasium Zwiesel und die Realschule stolze Partner. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs - viele Schulen in der gesamten Region nutzen die Trinkbrunnen, um den Schülern einen direkten Zugang zu dieser erstklassigen Ressource zu ermöglichen.
In der Gastronomie: Das perfekte Duo
Immer mehr Hotels und Gastwirte schließen sich der Bewegung an und machen Schluss mit dem mühsamen Kistenschleppen von Mineralwasser. Sie servieren waldwasser stattdessen in edlen Glaskaraffen. Und ja - natürlich gehören wir von der Kaffeerösterei Kirmse auch dazu! Wenn du uns in Zwiesel besuchst, servieren wir dir zum Espresso oder Filterkaffee selbstverständlich ein Glas frisches waldwasser. Warum? Weil wir stolz darauf sind und weil es den Gaumen perfekt neutralisiert, damit du das Aroma unserer Röstungen bei jedem Schluck neu erleben kannst.
Öffentliche Plätze: Erfrischung für alle
Halte bei deinem nächsten Ausflug die Augen offen! Ob am Stadtplatz in Deggendorf, in der Fußgängerzone von Passau (bei der Skulptur „Dialog Mensch/Fisch“) oder am „Haus am Strom“ in Untergriesbach - die blauen Waldwasser-Symbole sind Wegweiser zu echter Lebensqualität. Sogar direkt beim Wasserwerk in Moos, steht die beeindruckende Bronzeskulptur „GAIA“, die kostenlos frisches Wasser spendet.
Ein Impuls für unsere Glasstadt Zwiesel?
„Während unserer Tour durch die Erlebniswelt und beim Blick in das Brunnenbuch wurde mir eines klar: Über 100 dieser wunderschönen Trinkbrunnen aus Bayerwald-Granit schmücken bereits unsere Region. Sie stehen in Deggendorf und Passau, sind aber noch an viel zu wenigen Orten im Bayerischen Wald präsent. Während ich das hier schreibe, stelle ich mir eine Frage:
Warum gibt es eigentlich noch keinen öffentlichen waldwasser-Trinkbrunnen im Stadtzentrum von Zwiesel?
Unsere Schulen sind bereits versorgt, was großartig ist. Aber wäre es nicht ein wunderbares Zeichen für unsere Gäste und uns Einheimische, wenn diese Symbiose aus Granit und Lebenselixier auch unser Stadtbild bereichern würde? Ein Ort, an dem Handwerk, Natur und Erfrischung zusammenfließen - ganz so, wie wir es täglich in der Rösterei leben.

Für Gäste, Wanderer und Radfahrer wäre so ein Brunnen ein echtes Highlight und dieses Stück Lebensqualität im Herzen von Zwiesel feiern würden. Es wäre ein Symbol für die Wertschätzung unserer Heimat. Obwohl - stimmt nicht ganz. Ein weiterer waldwasser Trinkbrunnen ist in Zwiesel zu finden - im Waldmuseum Zwiesel.
Die Waldwasser Trinkbrunnen - Kunst, die Durst löscht
Wenn du in der regionalen Gastronomie oder in öffentlichen Gebäuden auf das „Brunnenbuch“ stößt, wirst du merken: Hier geht es weniger um technische Datenblätter, sondern vor allem um Ästhetik und die Wertschätzung unserer Heimat. Das Buch ist eine Hommage an die Waldwasserbrunnen, die 2009 aus einem spannenden Ideen- und Design-Wettbewerb hervorgegangen sind.
Die Bildhauerin Edel Maria Göpfert schuf damals die Archetypen dieser Brunnen als eine faszinierende Symbiose aus Bronze, Granit und Glas. Besonders beeindruckend ist das Herzstück: Der Brunnenkorpus besteht aus echtem Bayerwald Granit.
Die Künstlerin wählte dafür ganz bewusst den sogenannten „Regentropfen Granit“ aus dem Steinbruch „Paradies“ in Fürstenstein aus. Dessen einzigartige Struktur erinnert tatsächlich an sanft fallenden Regen und unterstreicht die Einmaligkeit jedes einzelnen waldwasser Trinkbrunnens. Was ursprünglich mit sieben Brunnen (einer für jeden Landkreis des Zweckverbandes) begann, hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt.

Mittlerweile stehen über 100 dieser Kunstwerke in Schulen, Behörden und auf öffentlichen Plätzen. Sie sind funktionale Skulpturen, die uns im Alltag immer wieder daran erinnern, dass unser Wasser weit mehr ist als nur ein Durstlöscher - es ist ein wertvolles, schützenswertes Kulturgut.
Wasser ist ein Wesen, das überall dem Leben dient.
waldwasser als europaweit geschützte Marke reiht sich in diesen Gedanken ein. Mit über 100 Schultrinkbrunnen ist zum Wohle der Menschen ein wahres „Brunnennetzwerk“ entstanden.
Man sieht nur das, was man kennt. Mit höchstem künstlerischen Anspruch, bei der immer neuen Schöpfung der Unikate, ist Wasser als waldwasser wieder sichtbar und wertvoll geworden.
Ich danke zutiefst der bildenden Künstlerin Edel Maria Göpfert für ihre Kreativität und Leichtigkeit, unser beider Anliegen immer wieder neu zu erleben. Wasser ist der Repräsentant des Kosmischen auf Erden.
Moos im August 2021
Hermann Gruber
Regierungsbaumeister und Werkleiter von waldwasser
Barista-Tipps vom Chef: So holst du das Beste aus deinem Wasser
Wenn du das Glück hast, im Einzugsgebiet von waldwasser zu leben oder unsere Bohnen mit diesem weichen Wasser aufzubrühen, besitzt du bereits die wichtigste Zutat für einen Weltklasse-Kaffee. Doch auch hier gibt es ein paar Kniffe, die ich dir und meinem Team ans Herz lege, damit das Ergebnis in der Tasse wirklich perfekt wird:
- Frische ist alles: Wasser, das stundenlang in der Leitung oder im Tank deiner Kaffeemaschine gestanden hat, verliert Sauerstoff. Sauerstoff ist jedoch ein entscheidender Geschmacksträger. Lass das Wasser kurz laufen, bis es fühlbar kühler wird, bevor du es in den Kessel füllst. Frisches Wasser sorgt für eine lebendigere Extraktion.
- Die magische Temperatur: Koche das Wasser nicht sprudelnd auf. Für einen Handfilter (wie den Hario V60) sind 92 bis 94 Grad Celsius ideal. Zu heißes Wasser verbrennt die zarten Aromen, die das weiche waldwasser eigentlich so schön hervorheben soll. Wenn du keinen Wasserkocher mit Grad-Einstellung hast: Lass das kochende Wasser nach dem Aufstellen einfach ein bis zwei Minuten bei offenem Deckel stehen.
- Verzichte auf Filterkannen: In vielen Regionen Deutschlands sind Tischkannenfilter unerlässlich, um Kalk zu entfernen. Hier bei uns im Bayerischen Wald ist das Gegenteil der Fall. Da das waldwasser bereits in der Anlage Max Binder so perfekt auf ca. 7 °dH eingestellt wurde, entzieht ein zusätzlicher Aktivkohlefilter dem Wasser oft zu viele Mineralien. Das Ergebnis wäre ein „leerer“ Kaffee, dem es an Körper fehlt. Nutze das Wasser so, wie es veredelt aus der Leitung kommt.
- Die Sauberkeit der Maschine: Auch wenn waldwasser kaum Kalkrückstände hinterlässt, solltest du deine Kaffeemaschine regelmäßig pflegen. Rückstände von Kaffeeölen und -fetten oxidieren mit der Zeit und werden ranzig. Da hilft dann selbst das beste Wasser der Welt nicht mehr - Sauberkeit ist das A und O für unverfälschten Genuss.
waldwasser: Ein Hoch auf die Heimat in jeder Tasse
Unser Besuch in der Erlebniswelt Flanitz hat uns eines wieder einmal verdeutlicht: Qualität ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Leidenschaft, dem konsequenten Schutz unserer Ressourcen und der Wertschätzung für die kleinsten Details.
Wenn du das nächste Mal bei uns in der Rösterei in Zwiesel vorbeikommst oder zu Hause eine Packung unserer Bohnen öffnest, denk kurz an die Reise, die das Wasser hinter sich hat. Vom Regen, der über den unberührten Wäldern rund um den Rachel und den Lusen niederging, über das geschützte Einzugsgebiet bis hin in die Talsperre Frauenau. Es ist die Sorgfalt der Experten in der Anlage Max Binder, die dieses Naturprodukt für uns handhabbar macht.

Kaffee ist für mich die Brücke zwischen der weiten Welt der fernen Plantagen und der tiefen Verwurzelung hier in unserem Bayerischen Wald. Das Wasser ist das Element, das diese Brücke trägt.
Dein Ticket zum Ursprung des waldwassers: Besuch der Trinkwassertalsperre Frauenau und die Erlebniswelt Flanitz
Geh selbst auf Entdeckungsreise. Verbinde deinen Ausflug zur Trinkwassertalsperre Frauenau mit einem Besuch der Erlebniswelt Flanitz, melde dich für eine Führung an und erlebe die Magie hinter unserem waldwasser. Und danach? Komm zu uns in die Kaffeerösterei Kirmse auf eine Tasse Kaffee. Ich verspreche dir: Du wirst den Wald schmecken.
Wasser ist die Quelle allen Lebens. Wir nutzen seine Kraft, wir genießen seine Reinheit, und seine schimmernde Schönheit inspiriert uns jeden Tag aufs Neue. Dem Wasser werden sogar mystische Eigenschaften nachgesagt - und wenn du durch die waldwasser Erlebniswelt Flanitz wanderst, wirst du spüren, warum.

Es ist eine Reise, die dich weit über den Bayerischen Wald hinausführt: zurück an den Anfang von Raum und Zeit, dorthin, wo unser Wasser vor Milliarden von Jahren entstanden ist. Zwischen riesigen Rohren und gewaltigen Filterbecken wirst du die Welt mit anderen Augen sehen. Du wirst verstehen, dass das, was bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt, ein echtes Wunderwerk der Natur und der Technik ist.
Möchtest du das „Gold des Waldes“ selbst erleben?
Hier sind alle Details für deine Planung:
- Dauer: Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden - Zeit genug, um tief in die Materie einzutauchen.
- Gruppen: Ideal für Gruppen von 10 bis 30 Personen (perfekt für Vereine oder Firmenausflüge).
- Für den Nachwuchs: Es gibt spezielle Führungen für Schulklassen ab der 3./4. Jahrgangsstufe.
- Wichtiger Hinweis: Aufgrund der baulichen Gegebenheiten (viele Stufen und schmale Wege) ist die Anlage leider nicht für Personen mit Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer geeignet.
- Ausrüstung: Pack unbedingt festes Schuhwerk und warme Kleidung ein! In der TWA Max Binder herrschen das ganze Jahr über kühle Temperaturen, um die Frische des Wassers zu bewahren.
- Kosten: Die Führung ist für dich KOSTENLOS.
So vereinbarst du deinen Termin:
Neugierig? Dann melde dich direkt beim Team der Erlebniswelt:
- Telefon: +49 170 6684 735
- E-Mail: info@waldwasser-erlebniswelt.de
- Web: www.waldwasser-erlebniswelt.de
- Ort: Trinkwasseraufbereitungsanlage Max Binder, Flanitz bei Frauenau.
Mein persönlicher Tipp: Schau auch auf www.waldwasser.eu vorbei, um noch mehr über die Philosophie und die Projekte hinter unserem Wasser zu erfahren. Es lohnt sich!